Open Source bedeutet, dass der Programmcode einer Software frei zugänglich ist. Jede und jeder kann den Code einsehen, verändern und weitergeben. Im KI-Bereich gibt es zunehmend leistungsfähige Open-Source-Modelle wie LLaMA (Meta), Mistral oder Stable Diffusion, die eine Alternative zu geschlossenen kommerziellen Produkten darstellen.
Für Schulen bietet Open-Source-KI besondere Vorteile: Die Software kann auf eigenen Servern betrieben werden, was Datenschutzbedenken minimiert. Es gibt keine Abhängigkeit von einzelnen Anbietern. Die Kosten sind oft geringer. Und die Transparenz des Codes ermöglicht es, genau nachzuvollziehen, wie das System arbeitet. Einige Bundesländer und Schulträger setzen bereits auf Open-Source-KI-Lösungen für ihre Bildungsplattformen.
Die Herausforderung bei Open-Source-KI liegt im technischen Aufwand: Installation, Konfiguration und Wartung erfordern IT-Kenntnisse, die an vielen Schulen nicht vorhanden sind. Für einzelne Lehrkräfte sind daher in der Regel kommerzielle Tools mit guter Benutzeroberfläche die pragmatischere Wahl. Trotzdem lohnt es sich, Open-Source-Optionen im Blick zu behalten, da sie oft die Grundlage für datenschutzfreundliche Schullösungen bilden.