Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen über das Internet. Statt Software auf dem eigenen Computer zu installieren und Daten lokal zu speichern, laufen Programme und Speicher auf entfernten Servern — in der „Cloud" (Wolke). Praktisch alle modernen KI-Tools nutzen Cloud Computing, weil die Berechnung von KI-Modellen enorme Rechenleistung erfordert, die normale Computer nicht haben.
Für Lehrkräfte hat Cloud Computing praktische Vorteile: KI-Tools sind über jeden Browser auf jedem Gerät nutzbar — ob Schul-PC, privater Laptop oder Tablet. Materialien sind automatisch gesichert und von überall erreichbar. Updates erfolgen automatisch. Die Nachteile liegen vor allem im Datenschutz: Daten werden auf fremden Servern gespeichert, möglicherweise in den USA oder anderen Drittländern, was DSGVO-Fragen aufwirft.
Bei der Nutzung von Cloud-basierten KI-Tools in der Schule sollten Lehrkräfte darauf achten, wo die Server stehen. EU-Server sind aus Datenschutzsicht vorzuziehen. Viele Anbieter bieten inzwischen auch EU-Hosting an. Grundsätzlich gilt: Für die Unterrichtsvorbereitung ohne Schülerdaten ist Cloud Computing in der Regel unproblematisch. Sobald Schülerdaten ins Spiel kommen, muss die Datenschutzkonformität sorgfältig geprüft werden.