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Leseschwäche fördern mit KI: Digitale Helfer für den Deutschunterricht

Redaktion
1. Februar 2025
7 Min. Lesezeit

Leseschwäche erkennen und gezielt fördern

Leseschwierigkeiten gehören zu den häufigsten Herausforderungen in der Grundschule. Etwa 15 bis 20 Prozent aller Grundschulkinder haben Probleme beim Lesen – von leichten Schwierigkeiten bis hin zu diagnostizierten Lese-Rechtschreib-Schwächen. KI-Tools können Lehrkräfte bei der Erstellung passender Fördermaterialien erheblich unterstützen und so dazu beitragen, dass jedes Kind auf seinem Niveau lesen und lernen kann.

Das Problem: Eine Klasse, viele Leseniveaus

In jeder Grundschulklasse sitzen Kinder mit sehr unterschiedlichen Lesefähigkeiten. Während einige bereits flüssig lesen, buchstabieren andere noch mühsam einzelne Wörter. Einen Text zu finden, der für alle passt, ist nahezu unmöglich. Die Lösung: Denselben Inhalt in verschiedenen Schwierigkeitsstufen anbieten – und genau hier glänzen KI-Tools.

Diffit: Der Spezialist für Textdifferenzierung

Diffit ist das wichtigste KI-Tool für die Leseförderung in der Grundschule. Es wurde speziell dafür entwickelt, Texte automatisch an verschiedene Leseniveaus anzupassen.

So funktioniert Diffit:

  • Geben Sie einen beliebigen Text ein oder wählen Sie ein Thema
  • Wählen Sie die gewünschten Leseniveaus (z. B. Klasse 1, 2, 3, 4)
  • Diffit generiert den Text in den verschiedenen Schwierigkeitsstufen
  • Zu jedem Text werden automatisch passende Verständnisfragen erstellt
  • Vorteile für die Leseförderung:

  • Alle Kinder arbeiten am gleichen Thema, aber auf ihrem Niveau
  • Kinder mit Leseschwäche fühlen sich nicht ausgeschlossen
  • Die Lehrkraft kann mit der ganzen Klasse über dasselbe Thema sprechen
  • Verständnisfragen ermöglichen eine schnelle Überprüfung
  • Goblin.tools: Texte vereinfachen

    Der Simplifier von Goblin.tools ist eine kostenlose Alternative für die schnelle Textvereinfachung. Fügen Sie einen Text ein und wählen Sie den gewünschten Vereinfachungsgrad. Das Tool ist ohne Anmeldung nutzbar und eignet sich hervorragend für die schnelle Anpassung im Schulalltag.

    ChatGPT für individualisierte Lesetexte

    Mit ChatGPT können Sie maßgeschneiderte Lesetexte für Kinder mit Leseschwäche erstellen:

    Bewährte Prompts:

  • „Schreibe einen kurzen Lesetext (80 Wörter) für ein Kind in Klasse 2 mit Leseschwierigkeiten. Verwende nur kurze Sätze mit maximal 6 Wörtern, häufige Wörter und lautgetreue Schreibweisen. Thema: Mein Haustier."
  • „Erstelle eine Silben-Leseübung zum Thema Frühling für Klasse 1. Markiere die Silben mit Bindestrichen."
  • „Formuliere 5 einfache Sätze mit dem Buchstaben R für ein Lesetraining in Klasse 1. Jeder Satz soll maximal 5 Wörter haben."
  • Praktische Strategien für die Leseförderung

    Strategie 1: Lese-Tandems mit differenzierten Texten

    Erstellen Sie mit Diffit zwei Versionen desselben Textes. Das stärkere Kind liest die schwierigere Version, das Kind mit Förderbedarf die einfachere. Anschließend tauschen sie sich über den Inhalt aus.

    Strategie 2: Tägliches Lesetraining mit KI-Texten

    Generieren Sie mit ChatGPT eine Serie kurzer Lesetexte (5-8 Sätze) zu einem Thema, das das Kind interessiert. Steigern Sie die Schwierigkeit über die Wochen langsam.

    Strategie 3: Lese-Rallye mit verschiedenen Niveaus

    Erstellen Sie mit MagicSchool.ai eine Lese-Rallye mit Stationen. Jede Station hat einen kurzen Text und Fragen – in drei Schwierigkeitsstufen. Die Kinder wählen selbst ihr Niveau.

    Strategie 4: Bildgestütztes Lesen

    Nutzen Sie Canva for Education, um Texte mit passenden Bildern zu kombinieren. Visuelle Unterstützung hilft Kindern mit Leseschwäche, den Inhalt besser zu erfassen.

    Fortschritte dokumentieren

    KI-Tools können auch bei der Dokumentation von Lesefortschritten helfen:

  • Erstellen Sie mit ChatGPT Beobachtungsbögen für die Lesekompetenz
  • Lassen Sie sich Protokollvorlagen für Lesetests generieren
  • Nutzen Sie MagicSchool.ai für die Formulierung von Förderplananpassungen
  • Wichtige Hinweise

  • KI ersetzt keine Diagnostik: Bei Verdacht auf LRS ist eine professionelle Diagnostik unerlässlich
  • Eltern einbeziehen: Informieren Sie Eltern über die Fördermaßnahmen und geben Sie Tipps für das Lesen zu Hause
  • Erfolge feiern: Machen Sie auch kleine Fortschritte sichtbar – das motiviert Kinder mit Leseschwierigkeiten enorm
  • Datenschutz: Geben Sie keine Schülernamen oder Diagnosen in KI-Tools ein
  • Fazit

    KI-Tools wie Diffit, Goblin.tools und ChatGPT sind wertvolle Helfer bei der Förderung von Kindern mit Leseschwierigkeiten. Sie ermöglichen eine Textdifferenzierung, die ohne digitale Unterstützung extrem zeitaufwändig wäre. Der Schlüssel liegt darin, die Tools für die Materialerstellung zu nutzen und die gewonnene Zeit in persönliche Begleitung und Ermutigung der Kinder zu investieren. Beginnen Sie mit Diffit und erleben Sie, wie einfach es sein kann, jeden Text an die Bedürfnisse Ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen.

    Unsere Empfehlung

    Testsieger
    4.9

    Diffit

    KI-gestütztes Tool zur automatischen Differenzierung von Unterrichtsmaterialien für verschiedene Lernniveaus.

    Basis kostenlos, Premium ab $9.99/Monat

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    Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2025

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