KI-Tools 2026: Viel Bewegung im Markt
Die KI-Landschaft für Lehrkräfte hat sich seit Anfang 2025 stark verändert: Tools wurden umbenannt, Preise angepasst, neue Funktionen ergänzt – und deutsche Anbieter haben kräftig aufgeholt. In diesem Update fassen wir zusammen, was sich geändert hat und welche KI-Tools sich für Grundschullehrkräfte Mitte 2026 wirklich lohnen.
Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick
Deutsche Plattformen: Die Gewinner 2026
fobizz – die All-in-One-Lösung für Schulen
fobizz hat sich zur wichtigsten deutschen KI-Plattform für Lehrkräfte entwickelt. Über 6.000 Schulen nutzen die Hamburger Plattform bereits. Für Grundschullehrkräfte besonders wertvoll sind die KI-Klassenräume: Kinder arbeiten mit KI-Tools ganz ohne eigenen Account – nur über einen Zugangscode mit Pseudonym. Das löst das größte Datenschutzproblem beim KI-Einsatz in Klasse 1 bis 4.
Dazu kommt die Proxy-Architektur: fobizz übermittelt keine personenbezogenen Daten an KI-Anbieter wie OpenAI. Das macht die Argumentation gegenüber Schulleitung und Datenschutzbeauftragten deutlich einfacher.
Tipp: Prüfen Sie zuerst, ob Ihr Bundesland eine Landeslizenz hat – in Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und weiteren Regionen ist fobizz für Lehrkräfte kostenlos. Referendare und Lehramtsstudierende nutzen die Plattform generell gratis.
to teach – Unterrichtsplanung mit Lehrplanbezug
to teach (ausgezeichnet als didacta Start-Up des Jahres) erstellt komplette Unterrichtsentwürfe und differenzierte Arbeitsblätter in Minuten – und zwar mit Bezug auf deutsche Lehrpläne. Sie können sogar Ihren eigenen Lehrplan hochladen. Statt freiem Prompten arbeiten Sie mit didaktisch vorbereiteten Vorlagen: Kreuzworträtsel, Lückentexte oder Leseverständnis-Aufgaben entstehen ohne KI-Vorkenntnisse.
Seit der Übernahme durch fobizz gibt es einen gemeinsamen Login und direkten Arbeitsblatt-Import. Mit einem Free-Einstieg und dem Pro-Abo für 10€/Monat (jährlich) ist to teach deutlich günstiger als die meisten Alternativen.
FelloFish – Schreibfeedback, früher Fiete.ai
Das KI-Feedback-Tool für Schülertexte hat 2026 einen neuen Namen bekommen: Aus Fiete.ai wurde FelloFish. Die Stärken bleiben: kindgerechtes, ermutigendes Feedback auf Aufsätze und Nacherzählungen, DSGVO-konforme Verarbeitung und volle Lehrerkontrolle. Über 15.000 Lehrkräfte nutzen das Tool, Sachsen-Anhalt erprobt es sogar landesweit. Die kostenlose Version umfasst 100 Feedbacks – genug zum Ausprobieren.
Internationale Klassiker: Was sich geändert hat
ChatGPT: GPT-5 und das neue Go-Abo
ChatGPT bleibt das vielseitigste KI-Tool für die Unterrichtsvorbereitung. Mit den GPT-5-Modellen sind die Ergebnisse auf Deutsch noch einmal deutlich besser geworden – gerade bei kindgerechter Sprache für Klasse 1 bis 4. Neu ist das Go-Abo für rund 8€/Monat: Es bietet mehr Kapazität als die kostenlose Version, ohne gleich 23€ für Plus zu kosten. Für die meisten Grundschullehrkräfte reicht die Kombination aus kostenloser Version und gelegentlichem Go-Monat völlig aus.
Google Gemini: Neue Abo-Struktur
Google Gemini hat mit den Gemini-3-Modellen stark aufgeholt und punktet weiterhin mit der nahtlosen Integration in Google Workspace. Die Abo-Struktur wurde komplett umgebaut: Die Basisversion bleibt kostenlos, AI Plus kostet 7,99€/Monat und AI Pro 21,99€/Monat. Für Schulen, die ohnehin mit Google Workspace for Education arbeiten, bleibt Gemini die naheliegendste Wahl.
Diffit und MagicSchool: Bewährte Spezialisten
Diffit bleibt unser Testsieger für Differenzierung: Texte werden automatisch an verschiedene Lesestufen angepasst – in heterogenen Grundschulklassen unbezahlbar. MagicSchool punktet weiterhin mit über 60 spezialisierten Lehrer-Tools von der Unterrichtsplanung bis zum Elternbrief. Beide Tools haben ihre Kernfunktionen 2025/2026 kontinuierlich ausgebaut.
Welches Tool für welchen Zweck?
Fazit: 2026 ist das Jahr der deutschen Tools
Die spannendste Entwicklung des Jahres: Deutsche Anbieter wie fobizz, to teach und FelloFish haben bei Funktionsumfang und Bedienkomfort zu den internationalen Tools aufgeschlossen – und sind beim Datenschutz klar im Vorteil. Dank Landeslizenzen sind sie für viele Lehrkräfte sogar kostenlos. Wer 2026 neu in KI-Tools einsteigt, fährt mit der Kombination aus einem deutschen Spezialisten (z.B. to teach für Materialien) und einem flexiblen Allrounder (ChatGPT oder Gemini) am besten.
Alle Details, Preise und Bewertungen finden Sie in unseren ausführlichen Tool-Tests – jetzt komplett auf dem Stand von Juni 2026.